Der Fachbereich Kardiologie

Die untrennbare Einheit aus Herz und dem ihm angebundenen Gefäßsystem ist Mittelpunkt unseres kardiologischen Behandlungskonzepts. Es ist wichtig, Erkrankungen des Kreislaufs zu erkennen und diese dann effektiv und konsequent zu behandeln. Ein gesünderes Herz und eine verbesserte Durchblutung der Gefäße steigern Ihre Leistungsfähigkeit und lassen Sie mehr an Lebensqualität in allen Lebensbereichen gewinnen. Nehmen Sie die moderne kardiologische Rehabilitation als wissenschaftlich gut unterlegten und entscheidenden Baustein für sich in Anspruch!

In unserer Fachabteilung werden nahezu alle Herzkreislauferkrankungen behandelt. Neben einer fachgerechten, medikamentösen Behandlung sollen körperliche Leistungsdefizite durch ein geeignetes, individuell ausgerichtetes Training ausgeglichen werden. Wir interessieren uns auch dafür, wie sehr die Erkrankung Ihren seelischen Zustand vereinnahmt hat und eventuell die Teilhabe im sozialen und beruflichen Umfeld dauerhaft einzuschränken droht und wie wir Sie dabei unterstützen können, die krankheitsbedingte Talsohle zu durchlaufen. Ganz wichtig ist außerdem die Analyse ursächlicher Risikofaktoren, wie z. B. Übergewicht oder ein gestörter Fett- und Zuckerstoffwechsel.

Zusammen mit Ihnen entwickeln wir den Plan für eine zukünftig effektive Prophylaxe, die den hier bereits erzielten Therapieerfolg auch langfristig für die Zeit nach der Reha sichern soll, und zwar indem Sie Ihr eigener, kompetenter Gesundheitsmanager mit unserer Hilfe werden!

Frau Julia Poppick

Chefarzt Sekretariat

Tel. 036961 79-424
Fax 036961 79-187
Julia.Poppick@dr-lauterbach-klinik.de

 

Der Fachbereich auf einem Blick.

In nahezu allen Indikationen ist körperliche Bewegung bzw. ein strukturiertes körperliches Training wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Rehabilitation.

Die Aufnahme ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Gewicht bis 150 kg
  • Mindestmobilität muss vorhanden sein, z. B.:
    • Fähigkeit, selbständig von einem Stuhl/vom Bett aufzustehen
    • einige Schritte selbständig mit oder ohne Gehhilfe auszuführen oder
    • es muss absehbar sein, dass dieses nach einigen Übungseinheiten erzielbar ist
  • Die Therapie mit intravenös zu verabreichenden Medikamenten (häufig Antibiotika) sollte vor Antritt der Reha beendet sein.
  • Bei Stuhl- / Harninkontinenz ist ggf. eine urologische / gastroenterologische Rehabilitation zu beantragen.
  • nicht-invasive Standarddiagnostik zur Untersuchung von Herz und Gefäßen
  • Schlafapnoe-Screening
  • Möglichkeit einer Schulung zur INR-Selbstmessung mit oralen Blutgerinnungshemmern auf dem CoaguChek-System der Firma Roche (für Patienten unter Falithrom und Marcumar)
  • umfassende Evaluierung des Risikoprofils mit ausführlicher Erläuterung
    • Erheben von Parametern des Fettstoffwechsels (z. B. Cholesterin, Triglyzeride etc.)
    • Überprüfen des Zuckerstoffwechsels
    • Individuelle Beratung zu Möglichkeiten bei Übergewichtigkeit (Adipositas)
    • psychologisch gestütztes Training zur Raucherentwöhnung
  • psychologische Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung
  • Konsiliaruntersuchungen in Verbindung mit den Abteilungen Orthopädie und Psychosomatik
  • Nachsorgeprogramme T-RENA, IRENA 
  • Diagnostik/Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren inkl. psychokardialer Risikofaktoren
  • Herzsportgruppe
  • Ernährungsberatung mit Lehrküche
  • Zusammenarbeit mit externen Angiologen
  • Strukturiertes Bewegungstraining

Den eigentlichen, rehabilitativen Behandlungsprozess steuert ein engagiertes Team aus erfahrenen Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten, Diplom-Sportlehrern, Ergotherapeuten und Diätberatern.

Bad Liebenstein verfügt über ein besonderes Heilwasser aus einer der kohlensäurereichsten Heilquellen Deutschlands, der seit 1590 urkundlich erwähnte, sogenannte Natrium-Calcium-Chlorid-Hydrogencarbonat-Säuerling mit geheimnisvoller Wirkung (der Meininger Physicus Dr. Megenbach, 1601). Schon früh wurde es vor allem zur Behandlung von Herzerkrankungen und bei Bluthochdruck angewendet.

Wir sind stolz auf unsere seit 2019 bestehende Mitgliedschaft im Kneipp-Bund Landesverband Thüringen e. V. Das Kneipp'sche Gesundheitskonzept propagiert einen gesunden Lebensstil und ergänzt in idealer Form alle therapeutischen Initiativen, die auf die Stärkung des Herz-/Kreislaufsystems abzielen. In Teilen ist es bereits im Abteilungskonzept integriert. Bereits vorangeschritten sind die Bauarbeiten am neuen Kneipp-Tretbecken direkt neben unserer Klinik als gemeinsames Projekt mit der Stadt Bad Liebenstein.

Im Fachbereich Kardiologie unserer Fachklinik werden Patienten mit folgenden Krankheitsbildern schwerpunktmäßig behandelt:

Erkrankungen des Herzens

  • Zustand nach Herzinfarkt
  • Zustand nach interventionellen Eingriffen (z. B. Stentimplantation, Ballonerweiterung)
  • Zustand nach Herzoperationen
  • Bypass-Operationen
  • Herzklappen-Operationen
  • Klappenrekonstruktion oder Klappenersatz
  • sonstige Herzoperationen (außer Herztransplantation)
  • Herzklappenerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Zustand nach Aggregatversorgung (z. B. Herzschrittmacher, ICD/Defibrillator, CCM-Systeme)
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Kardiomyopathien und andere strukturelle Herzerkrankungen
  • Angeborene Herzfehler
  • Schwere symptomatische Arteriosklerose (z. B. Angina pectoris)

Erkrankungen der Gefäße

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (z. B. „Schaufensterkrankheit“)
  • Periphere arterielle Thrombosen und Embolien
  • Zustand nach Gefäßoperationen (z. B. Gefäßbypass)
  • Zustand nach Stentimplantationen oder Ballondehnungen an peripheren Gefäßen
  • Zustand nach Eingriffen an Beingefäßen
  • Tiefe Beinvenenthrombose
  • Lungenembolie
  • Lymphödem (abhängig von Ursache und Schweregrad)

Behandlung von Risikofaktoren

  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörungen (z. B. erhöhtes Cholesterin)
  • Zuckerstoffwechselstörungen (Diabetes mellitus)
  • Kardiovaskuläre Risikofaktoren
  • Psychokardiale bzw. psychosoziale Risikofaktoren

Weitere Rehabilitationsindikationen

  • Patienten mit anderen Erkrankungen oder nach anderen Eingriffen (z. B. unkomplizierte Bauchoperationen)
  • Ziel: körperlicher Leistungsaufbau und Stabilisierung (ggf. nach vorheriger ärztlicher Absprache)

Gesundheit verbessern - die Therapieformen.

Für den Fachbereich Kardiologie

1.
Physiotherapie
1.

... ist eine Therapieform bei der die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers (wieder-) hergestellt, erhalten oder verbessert werden

2.
Sporttherapie
2.

Die Sport- und Bewegungstherapie gibt unseren Patienten die Möglichkeit, physische, psychische und soziale Beeinträchtigungen zu überwinden.

3.
Klinische Psychologie
3.

Unser Ziel ist, den Gesundheitszustand von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch psychologische Beratungen und Behandlungen zu verbessern.

4.
Ernährungsberatung
4.

Die Therapie richtet sich vorrangig an Personen, die an einer ernährungs­bedingten Krankheit leiden oder deren Krankheit eine ernährungs­bedingte Ursache

5.
Sozialdienst
5.

... zielt auf medizinische Rehabilitation & persönliche, soziale und berufliche Integration für die (Wieder-) Herstellung einer autonomen Lebenspraxis.

6.
Diagnostik
6.

Die Fachabteilung verfügt über eine Funktionsabteilung, in der alle Patienten durch geschulte Mitarbeiter/innen medizinisch betreut werden.

Reha-Nachsorge

Die Reha-Nachsorge wird am Ende der medizinischen Rehabilitation bei Bedarf vom behandelnden Arzt in der Rehabilitationsklinik empfohlen. Zu unseren Kernangeboten in der Fachabteilung Kardiologie / Angiologie gehören:

  • ist eine trainingstherapeutische Reha-Nachsorge,
  • ist geeignet für Versicherte mit Beeinträchtigungen am Haltungs- und Bewegungsapparat,
  • dient zur Verbesserung der Beweglichkeit, fördert die Koordinationsfähigkeit, steigert die Kraft- und Ausdauer und reduziert Schmerzen,
  • ist ein gerätegestütztes Training,
  • wird in einer Gruppe mit max. 12 Teilnehmern durchgeführt,
  • umfasst 26 Trainingstermine a = 60 Minuten,
  • findet ein bis zwei Mal pro Woche statt,
  • umfasst ein persönliches Einweisungstraining,
  • wird in unserer Rehabilitationsklinik durchgeführt.
  • ist eine intensivierte Reha-Nachsorge, die für alle Erkrankungen geeignet ist,
  • kombiniert verschiedene Leistungen wie Training, Schulung und Beratung,
  • setzt voraus, dass der Versicherte mindestens zwei Problembereiche zu bearbeiten hat, wie z. B. Bewegungsapparat und Übergewicht,
  • umfasst Leistungen wie Ausdauertraining, Motivationsförderung, Ernährungsberatung, Entspannungstraining, Umgang mit beruflichen Belastungen,
  • wird in einer Gruppe mit max. zehn Teilnehmern durchgeführt,
  • umfasst 24 Behandlungseinheiten á 90 Minuten,
  • findet in der Regel ein Mal pro Woche statt,
  • umfasst ein ärztliches Aufnahme- und Abschlussgespräch,
  • wird in unserer Rehabilitationsklinik durchgeführt,
  • beginnt innerhalb von drei Monaten nach Ende der medizinischen Rehabilitation und muss innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein,
  • kann nicht verlängert werden.

Herr Matthias Hoßfeld
Dipl.-Sportlehrer

Telefon: 036961 79-404
matthias.hossfeld@dr-lauterbach-klinik.de